Gebrüder-Grimm-Schule

 

Landwehrstr. 51, 47441 Moers


Konzept der Gebrüder-Grimm-Schule zum Gender-Mainstreaming

Ziel

Förderung der Chancengleichheit der Geschlechter und Beseitigung bestehender geschlechtstypischer Nachteile für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer

Grundsätze

  1. Das Konzept soll die geschlechtsspezifische Prägung durch Schule, Familie, Umwelt und Medien und die daraus folgenden Denk- und Verhaltensmuster berücksichtigen.
  2. Es soll das partnerschaftliche Sozialverhalten und das Selbstvertrauen bei Mädchen und Jungen fördern und Vorurteile und Benachteiligung im Unterricht und Schulleben abbauen.
  3. Es soll dazu beitragen, dass geschlechterspezifische Formen von Gewalt und Sexismus erkannt und vermieden werden können.
  4. Es soll einen geschlechtergerechten Umgang aller am Schulleben beteiligten Personen ermöglichen.

Handlungsfelder

  • Analyse der Unterrichtsthemen in allen Fächern in Bezug auf das Interesse von Jungen und Mädchen
  • Durchsicht der Schulbücher und Lernmittel
  • Lese- und Sprachförderung „Jungen lesen anders“
  • Sportunterricht
  • Sexualkunde, Technik, Chemie u.a. im Sachunterricht
  • Pausenhofgestaltung, Auswahl der Spielgeräte
  • Bewegte Schule
  • Gesundheitsförderung
  • Gewaltprävention
  • Umsetzung des Frauenförderplans im Kollegium
  • Vereinbarung von Familie und Beruf
  • Einsatz von Teilzeitkräften, Verteilung der Belastung und Ressourcen
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz (Schwangerschaft)
  • Fortbildung von Gleichstellungsbeauftragten
  • Mitarbeiter/innen-Gespräche
  • Elternmitwirkung

Maßnahmen der Gebrüder-Grimm-Schule

  • Unterstützung des aktiven Lernprozesses sowohl bei Jungen wie auch bei Mädchen durch gleichwertige Ansprache und Einbeziehung in den Unterricht
  • Bemühungen zur Vermeidung einer geschlechtergetrennten Sitzordnung
  • „Ich bin Ich“ – Thematik in jedem Schuljahr zur Selbststärkung
  • Sexualunterricht in jedem Schuljahr, gemeinsame und auch getrennte Aufklärung
  • Besuch einer Frauenärztin im 4. Schuljahr für die Mädchen
  • Bewusste Einbeziehung „technischer“ Themen in den Sachunterricht
  • Werken im Kunstunterricht (teilweise)
  • Projektwochen mit Angeboten, die auf das Interesse von Jungen und Mädchen abgestimmt sind
  • Medienkonzept, das Mädchen und Jungen gleichermaßen den Erwerb von Kompetenzen ermöglicht
  • Entwicklung von Konzepten zur Gewaltprävention, Gesundheitsförderung und individuellen Förderung
  • Ganzschriften: „Das kleine und das große Nein“; „Ben liebt Anna“; „Sonst bist du dran“; „Der überaus starke Willibald“
  • Theatervorstellungen im Rahmen der Penguin-days
  • Berücksichtigung der geschlechtergerechten Handlungsgrundlagen auch in der offenen Ganztagsschule
  • Selbstverteidigung als pädagogisches Projekt in der OGATA
  • Entspannungstraining in der OGATA
  • Fortbildung „Jungenpädagogik“
  • Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei Anzeige einer Schwangerschaft durch eine Kollegin
  • Bereitschaft, auch Männer im Kollegium aufzunehmen
  • Jährlicher Beschluss zum Pflichtstundenbandbreitenmodell
  • Berücksichtigung der Teilzeitbeschäftigten bei Stundenplan, Aufsichtsplan und Projektwochen
  • Fortbildung der Gleichstellungsbeauftragten
  • Elternabende zu relevanten Themen („Jungenpädagogik“, Sexueller Missbrauch“, „Suchtvorbeugung“)
  • Elternfortbildung („Väterabend“, „Starke Eltern – starke Kinder“)

überarbeitet am 30. 7. 2008