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Lernformen und Leistungsanforderungen



Umi-Zeichnung
Umi ist der Beste!

Um unterschiedlichen Lerntypen und Lernvoraussetzungen gerecht werden zu können, bedarf es individueller Aufgabenstellungen und Leistungsanforderungen. Die Berücksichtigung des individuellen Leistungsvermögens der Kinder gelingt vor allem durch die Arbeitsformen des offenen Unterrichts, deren Ziel es ist, die Kinder in zunehmendem Maße selbstgesteuert und eigenverantwortlich lernen und leisten zu lassen.


In unserer Schule werden diese schülerzentrierten Unterrichtsformen häufig durchgeführt. Sie wechseln jedoch immer mit Phasen des lehrerzentrierten Unterrichts ab, um auch den Kindern gerecht zu werden, deren Fähigkeit und Bereitschaft zu selbstgesteuertem Lernen noch nicht entwickelt ist.

Wichtig ist uns, dass allen Kindern ein Weg erschlossen wird, die tragfähigen Grundlagen für den jeweiligen Lernstoff zu erwerben, so dass uns dann eine Leitungsfeststellung und –beurteilung möglich ist.


Leistungsfeststellung
Auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne und unter den vom Schulträger bereitgestellten Rahmenbedingungen sowie ausgerichtet am gesellschaftlichen Bedarf arbeiten wir kindorientiert mit einer deutlichen Erfolgshaltung und einer Kultur des zielgerichteten Lernens.

Es ist unser Anspruch, die Leistungen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen und sie zu würdigen. Darauf  aufbauend ist es unsere Aufgabe, neue Lernwege zu öffnen und die Lernenden individuell zu unterstützen.
Leistungsbewertung


Die Leistungsbeurteilung erfolgt zunehmend von der individuellen Lernentwicklung (Berichtszeugnisse in Klasse 1 und 2) hin zur Orientierung an den vorgegebenen verbindlichen Anforderungen am Ende der Klasse 4 (Notenzeugnisse) im Hinblick auf das zu erreichende Übergangsprofil.

Mit geeigneten Testverfahren, Klassenarbeiten und der Beobachtung der  Mitarbeit und Einsatzbereitschaft im Unterricht stellen wir fest, ob die Schülerinnen und Schüler den Anforderungen gerecht werden. Mindeststandards am Ende der Klasse 2, Parallelarbeiten im dritten Schuljahr, die Lernstandserhebungen im vierten Jahrgang sowie die verbindlichen Anforderungen am Ende der Klasse 4 verbunden mit dem Übergangsprofil dienen zur Qualitätsüberprüfung und –sicherung.

Grundlage für die Bewertung ist die Zusammenschau aller erbrachten Leistungen:

  • eingehende Lernstandsanalysen,
  • begleitende Lernbeobachtungen,
  • die Festlegung von Zielen und darauf abgestimmter Unterricht in ständiger Wechselwirkung,
  • die Beachtung von Fehlleistungen auch als Hinweise auf die Denkwege der Kinder und als Ansatzpunkte für weitere Förderung,
  • die Rückmeldungen durch die Lehrkraft, verbunden mit Lernberatungen,
  • die Rückmeldungen über Leistungen durch die Kinder untereinander, verbunden mit Beratungen.

 

Zugrunde liegen dabei außerdem Arbeitsdokumente (Schulhefte und -ordner, Kunstwerke,.. ), mündliche und schriftliche Leistungsüberprüfungen (Wissensabfragen, Klassenarbeiten, Tests, praktische Leistungen z.B. im Sport- oder Musikunterricht,…), die Mitarbeit in allen Formen des Unterrichts einschließlich Wochenplan-, Gruppen- oder Freiarbeit, Beobachtungen der Lernentwicklung sowie Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern über ihr Lernen. (Anlage 9)



Kopfnoten



Informationen zur Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens auf den Zeugnissen des 3. und 4. Schuljahres

Es ist empfehlenswert, auch weiterhin das konkrete Konzept in den beteiligten Gremien zu thematisieren. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler sind umfassend zu informieren, um die Transparenz der Anforderungen und der Beurteilung zu gewährleisten.

Kompetenzbereiche und Indikatoren
Die Auswertung der erstmaligen Vergabe der Noten zum Arbeitsverhalten und Sozialverhalten hat ergeben, dass sich die Mehrheit der Schulen intensiv mit der Bewertung auseinandergesetzt hat. Die Schulen sind ausdrücklich aufgefordert, Kriterienkataloge, die bereits erarbeitet wurden, beizubehalten. Selbstverständlich können die Schulen auch weiterhin solche Kriterienkataloge zusätzlich entwickeln. Für die Teilkategorien sind im Folgenden besonders solche Indikatoren herangezogen worden, die angemessen für die Schulstufen konkretisiert und angepasst werden können.

Beurteilungsbereich Arbeitsverhalten:
Die Beurteilung des Arbeitsverhaltens erfolgt in zwei Kompetenzbereichen:

  • Leistungsbereitschaft
  • Zuverlässigkeit und Sorgfalt.


Im Bereich "Leistungsbereitschaft" ist insbesondere auf eine klare Abgrenzung zur Fachbenotung zu achten. Als Kompetenz im Beurteilungsbereich Arbeitsverhalten geht es auch darum, die Lernanstrengungen zu dokumentieren, die sich nicht zwangsläufig in einer guten oder gar sehr guten Fachbewertung ausdrücken.
Zur Konkretisierung und Beurteilung der einzelnen Kompetenzbereiche können u.a. folgende Indikatoren herangezogen werden:

Leistungsbereitschaft
Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten konzentriert, auch über einen längeren Zeitraum
  • strengen sich auch bei ungeliebten Aufgaben und Anforderungen an
  • fragen nach und verlangen Klärung, wenn sie eine Aufgabe oder einen Arbeitszusammenhang nicht verstehen
  • erkennen Schwierigkeiten, fragen nach, holen sich Unterstützung ohne frühzeitig aufzugeben
  • suchen neue Aufgaben und zeigen Initiative
  • zeigen Interesse an neuen Themen und Aufgabenstellungen und nehmen diese in Angriff.


Zuverlässigkeit und Sorgfalt
Die Schülerinnen und Schüler

  • erscheinen pünktlich zum Unterricht und zu vereinbarten Terminen
  • halten Absprachen gewissenhaft und zuverlässig ein
  • erledigen Aufgaben vollständig und termingerecht
  • führen Hefte und Arbeitsunterlagen ordentlich und nach den vereinbarten Vorgaben
  • halten Lern- und Arbeitsmaterialien in ordentlichem Zustand bereit
  • gehen mit Büchern, Materialien, Geräten usw. verantwortungsbewusst und sachgerecht um.

 

 

Beurteilungsbereich Sozialverhalten:
Die Note für das Sozialverhalten fasst die bisherigen drei Kompetenzbereiche zusammen. Die Bewertung des Sozialverhaltens von Schülerinnen und Schülern bezieht sich auf deren Verhalten im weiteren schulischen Kontext (Unterricht, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten etc.), jedoch nicht auf deren Verhalten im privaten Bereich.
Zur Konkretisierung und Beurteilung des Sozialverhaltens können u.a. folgende Indikatoren herangezogen werden:

Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen verantwortungsbewusst Aufgaben und Pflichten für die Klasse/Gruppe wahr
  • erkennen unterschiedliche Ideen an; tragen dazu bei, eine gemeinsam getragene Lösung zu finden
  • halten vereinbarte Regeln ein und beachten Höflichkeitsformen situationsangemessen
  • erkennen Leistungen anderer an, hören angemessen zu und lassen andere ausreden
  • hören zu, wenn Kritik an der eigenen Leistung oder dem eigenen Verhalten geübt wird und sind bereit, sich mit der Kritik sachlich auseinanderzusetzen
  • nehmen Konflikte mit anderen wahr, sprechen diese angemessen an und versuchen, sie mit friedlichen Mitteln zu lösen.


Ein positives Sozialverhalten ist nicht mit Konfliktvermeidung um jeden Preis gleichzusetzen. Kompetenzen zeigen sich vielmehr darin, eigene Standpunkte in der Sache engagiert, im Umgang jedoch respektvoll und ohne persönliche Verletzungen zu vertreten.


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