Kontakt | Impressum | Datenschutz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
  baer

Sprachförderkonzept der Gebrüder-Grimm-Schule



Sprachförderung
© Memephoto, pixelio.de

1. Schulbezogene Voraussetzungen im Schuljahr 2009/2010

Die Gebrüder-Grimm-Schule wird im Schuljahr 2009/2010 von 218 Schülerinnen und Schülern besucht. Davon haben 88 Schüler/innen einen familiären Migrationshintergrund. Die Herkunftsländer der Kinder, bzw. deren Eltern sind sehr unterschiedlich. Die Familien stammen aus Afghanistan, Pakistan, Irak, Türkei, Palästina, Libanon, Syrien, Tunesien, Kroatien, Serbien, Bosnien, Georgien, Kasachstan, Albanien, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande, Polen, Brasilien, Vietnam, Kongo und USA.
Von den 88 Migrantenkindern  haben 49 Kinder Förderbedarf in der deutschen Sprache. Hinzu kommen drei Kinder, die ohne deutsche Sprachkenntnisse in das dritte bzw. vierte Schuljahr eingegliedert wurden.
Der Förderunterricht findet im differenzierten Unterricht der Klassen statt und in zusätzlichen Förderstunden, die der Schule im Rahmen der Integrationshilfestellen zugewiesen wurden.
Der zusätzliche Förderunterricht wird klassen- und jahrgangsübergreifend organisiert um eine optimale Nutzung der Fördermöglichkeiten zu erwirken. Für Kinder mit besonders großem Förderbedarf werden weitere Hilfsmöglichkeiten hinzugezogen, z.B. Einzelförderung durch Praktikant/innen, Eltern und Schulhelfer/innen.

 

2. Organisation der Sprachförderung

Nach Schulbeginn wird der Sprachstand der Migrantenkinder mit den Einstufungshilfen der „Werkstatt  Deutsch als Zweitsprache“ (Schroedel-Verlag) definiert. Daraus ergeben sich die Förderschwerpunkte der einzelnen Kinder. Kinder mit gleichem Förderbedarf können dann zu Fördergruppen zusammengefasst werden.
Wenn Integrationshilfestellen zur Verfügung stehen, werden diese entweder als Team-teaching-Stunden oder als zusätzlicher Förderunterricht in Randstunden eingesetzt. Bewährt hat sich bisher auch ein Migranten-Förderunterricht parallel zum Religionsunterricht, sofern die zu fördernden Kinder nicht einer christlichen Religion angehören. Je nach Anzahl der teilnehmenden Kinder wird der Sprachförderunterricht klassen- oder jahrgangsübergreifend organisiert.
Migrantenkinder, die die offene Ganztagsschule besuchen, werden in der Hausaufgabenbetreuung durch Erzieherinnen und in der Hausaufgabenhilfe durch Lehrerinnen weiter gefördert. In besonderen Fällen können sie auch durch die flankierende Maßnahme „Hilfe zur Erziehung“ intensiv gefördert werden.
Lehrerinnen und Erzieherinnen sprechen miteinander über den Förderbedarf der Kinder.

 

3. Inhaltliche Gestaltung des Sprachförderunterrichts

Zunächst werden im Sprachförderunterricht sprachliche und begriffliche Voraussetzungen geschaffen, die es jedem einzelnen Kind anknüpfend an seinen individuellen Sprachstand ermöglichen, sich in seiner deutschsprachigen Lebenswelt und in seinem schulischen Umfeld orientieren und verständigen zu können.
Dann werden zunehmend die Themen des Unterrichts angesprochen, damit die Kinder dem Klassenunterricht inhaltlich folgen können. Dabei werden vor allem die Themen des Deutsch- und Sachunterrichts aufgegriffen, es müssen aber auch die sprachlichen und begrifflichen Voraussetzungen für den Mathematikunterricht berücksichtigt werden.
Dies setzt voraus, dass die Förder- und Fachlehrerinnen sich über die aktuellen Themen des Unterrichtsstoffes verständigen.

 

4. Schwerpunkte

Vor allem geht es um die Förderung des Hörverstehens, den Aufbau und die Erweiterung eines sinnvollen und kindgemäßen Wortschatzes, die Erarbeitung von Satzstrukturen und die Anregung zu eigenem Sprechen und Erzählen, wobei auch immer auf richtige Aussprache geachtet werden muss. Im Einzelnen sind es folgende Schwerpunkte:

  • Zuhören und Nachsprechen
    Ziel: Die Besonderheiten der deutschen Sprache kennen lernen und die richtige Aussprache erlernen.
  • Wortschatz erweitern und Begriffe bilden
    Ziel: Gespräche, Erzählungen, Texte und Anweisungen verstehen können.
  • Selbstständiges Sprachhandeln
    Ziel: Nach Aufforderung oder aus eigenem Antrieb sprechen und erzählen, sich an Gesprächen beteiligen.
  • Strukturen der deutschen Sprache kennen lernen
    Ziel: Die Grammatik der deutschen Sprache richtig anwenden
  • Lesen und Schreiben
    Ziel: Sinnerfassend lesen können und den schriftlichen Sprachgebrauch üben.


5. Evaluation der Fördermaßnahmen

Bei allen Fördermaßnahmen ist die enge Zusammenarbeit der Förderlehrer/innen und der Klassenlehrer/innen notwendig – sowohl bei der Feststellung des Förderbedarfs als auch bei der inhaltlichen Planung des Förderunterrichts und bei der Dokumentation der Lernfortschritte.
Als Instrumente der Evaluation dienen dabei die Beobachtungen im Klassenunterricht und in den Förderstunden, die Arbeitshefte der Kinder, die Ergebnisse von Tests und Klassenarbeiten und die Auswertung von Testverfahren wie z.B. HSP, DRT, Lesestolpertest.
Weitere Erkenntnisse können aus der Verweildauer der Migrantenkinder in der Grundschule, den Übergangsempfehlungen zu den weiterführenden Schulen, der Anzahl der AOSF und den Ergebnissen der Lernstandserhebungen VERA im dritten Schuljahr gewonnen werden.


Nach oben

 
Gestaltung, Hosting und Betreuung: hin>>und>>web